Mission

„Nexus“ (lat.) heisst Verbindung, bzw. Verbindungspunkt oder “link”. Die Nexus Foundation konzentriert sich auf den Nexus Landwirtschaft-Handel, bzw. Landwirtschaft-Handel-Ernährungssicherung. Dabei spielen die Themen Klimawandel und Landbesitz ebenfalls eine Rolle. Die Nexus Foundation versteht sich als kleine Denkfabrik und Unterstützerin ähnlich gelagerter Initiativen. Ihr Wirkungsfeld sieht sie vorwiegend in der Schweiz.

Hintergrund

Knapp 1 Milliarde Hungernde (Stand 2009/2010) sind zu viele. Es ist zum einen inakzeptabel für die betroffenen Menschen und zum anderen für eine Gesellschaft, die genügend Lebensmittel zur Verfügung hat. Das Hungerproblem kann aber auch als symptomatisch für weitere globale Probleme angesehen werden, die offensichtlich nach neuen Lösungsansätzen rufen. Insofern hat die Arbeit der Nexus Foundation auch einen breiteren Fokus.

Im Jahr 2000 hat die Staatengemeinschaft die so genannten Millennium Goals verabschiedet. Dazu gehört unter anderem, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 von damals 800 Millionen auf 400 Millionen zu halbieren. Seit 2008 ist die Zahl der Hungernden nochmals um fast 200 Millionen gestiegen. Die bisherigen Akteure scheinen das Problem nicht in den Griff zu bekommen. Von daher will sich die Nexus Foundation in diesem Bereich engagieren.

Nexus Foundation: Mission
Bild: Dattelpalmen in Tunesien

Gründe für den Hunger gibt es viele. Es ist zuvorderst fehlende Kaufkraft, also Armut. Es sind aber noch eine Reihe anderer Faktoren, da Ernährung nicht nur etwas mit Armut und Reichtum zu tun hat. So leben etwa 70% aller Hungernden, zu denen viele Kleinbauern gehören, auf dem Land. Hier ist es primär eine Frage des Zugangs zu Land (und Wasser), dann auch zu Saatgut und Bildung, um eine (Selbst-)Versorgung sicher stellen zu können. Daneben gibt es viele erschwerende Faktoren, wie die Benachteiligung von Frauen, mangelhafte Infrastruktur, Kriege und Korruption, sowie Klimawandel. Die Entwicklungshilfe der OECD-Staaten beträgt 0,25% vom BIP statt wie verabredet 0,7%, und der Anteil der Mittel für die Landwirtschaft von der Entwicklungshilfe liegt bei nur 5%, statt wie vom FAO Generalsekretär gefordert bei 17%. Die Forschung hat in der Vergangenheit zu sehr auf laborgestützte Verfahren gesetzt. Aber auch die Finanzkrise 2008 hat zu einem Anstieg der Hungernden geführt. Daneben sind schwankende Rohstoffpreise, die Exportsubventionen und Handelsbarrieren des Westens, Spekulationen sowie in Teilen – wenn es um ländliche Ökonomien geht unangebrachte –  Strukturanpassungs- und Liberalisierungspolitik von IWF, Weltbank und WTO für die Krise mit verantwortlich. Insbesondere an den Handelsfragen will die Nexus Foundation ansetzen.

Nexus Foundation: Mission

„Wie selbstbestimmt können die Entwicklungsländer in Zukunft ihre Landwirtschaft und ihre Märkte gestalten, ihr Ressourcen verwalten? Das wird nicht in Rom (bei der FAO, Anm. NF) entschieden, sondern bei der Welthandelsorganisation in Genf.“ (Christiane Grefe in DIE ZEIT vom 12. November 2009). – Kann die Verabredungskultur bei der WTO erneuert werden?